Strohpellets

Strohpellets zählen zu den erneuerbaren Energiequellen. Wie der Name schon sagt, werden diese Pellets aus Stroh hergestellt. Das Stroh wird sehr klein gehäckselt, angefeuchtet und zum Schluss zu Pellets gepresst.

Das gehäckselte Stroh wird angefeuchtet, damit es eine gewisse Bindung erfährt. Dabei muss sehr darauf geachtet werden, dass nicht zuviel Feuchtigkeit zugeführt wird, damit eine Schimmelbildung, die die Pellets unbrauchbar machen würde, verhindert wird. Die fertigen Strohpellets haben einen Durchmesser von ca. 6 mm und eine Länge von ca. 15 mm. Dadurch können sie sehr platzsparend gelagert werden. Überhaupt ist das Lagern der Strohpellets unproblematischer als das Lagern von Heizöl, denn im Gegensatz zum Heizöl müssen keine besonderen Schutzmaßnahmen getroffen werden, um die Strohpellets lagern zu können.

Gerade in der heutigen Zeit, in der Öl und Gas als Brennstoffe immer teurer werden, nimmt die Bedeutung von Strohpellets sowie auch von Ökostrom immer mehr zu. Die Pellets werden aus schnell nachwachsenden Getreidesorten, bzw. aus Getreideabfällen hergestellt. Im Gegensatz zum Erdöl, das ja bekanntlich immer knapper wird, gibt es keinen Mangel an dieser Art von Getreide, das zur Herstellung der Strohpellets benötigt wird. Demzufolge handelt es sich beim Heizen mit Strohpellets um eine kostengünstige Alternative zum Heizen mit den herkömmlichen Brennstoffen. 1 t Strohpellets hat in etwa den gleichen Heizwert wie 500 l Heizöl. Die Kostenersparnis im Verhältnis zum Heizöl bewegt sich bei ca. 50 %.

Strohpellets im Vergleich

Im Vergleich mit Holzpellets schneiden Strohpellets allerdings schlechter ab. Der Rohstoff “Stroh” verfügt über einen deutlich höheren Anteil an Kalium, Chlorid und Schwefel als der Rohstoff “Holz”. Ursache hierfür ist u. a. die Tatsache, dass Getreidefelder in der Regel gedüngt werden, wodurch die genannten chemischen Elemente in die Getreidehalme gelangen.

Bei der Verbrennung von Strohpellets werden Rauchgase freigesetzt, in denen der erhöhte Kalium-, Chlorid- und Schwefelanteil nachgewiesen werden kann. Die Abgasrohre, die dazu dienen, das Rauchgas abzuführen, werden dadurch stark beansprucht und können beschädigt werden. Weiterhin trägt beim Verbrennen von Strohpellets der erhöhte Kaliumgehalt dazu bei, dass sich Schlackerückstände im Brennraum des Kessels bilden, die sich störend auf den Verbrennungsvorgang auswirken. Durch Hinzufügen von Kalk zu den Pellets kann die Schlackebildung ein wenig eingedämmt werden. Um Strohpellets verheizen zu können, benötigt man aber trotzdem spezielle Öfen. Öfen, in denen Holzpellets verheizt werden, eignen sich aus den oben genannten Gründen nicht zum Verheizen von Strohpellets.

Strohpellets werden übrigens nicht nur als Brennstoff verwendet, sondern auch bei der Heimtierpflege. In diesem Bereich erfreuen sie sich zunehmender Beliebtheit, denn Strohpellets haben auch die Eigenschaft, besonders saugfähig zu sein. Dadurch eignen sie sich hervorragend als Einstreumittel für Kleintier- aber auch für Pferdeställe.